Interview Franz Haenel

Musikalische Menschen und Orte: Interview mit Franz Haenel

Der Markranstädter Kinderfestverein e.V. möchte diesen Anlass nutzen und sich bei Franz Haenel für seine ehrenamtlichen Tätigkeiten zu bedanken!

Was war dein erster bewusster Kontakt mit Musik?

Als Kind bekamen meine ältere Schwester und Bruder Klavierunterricht. Und einmal im Monat kam Herr Nikolaus zu uns nach Hause und spielte mit meiner Schwester Hausmusik. Das hat mich damals schon begeistert.

Ich habe dann auch Klavierunterricht erhalten und Noten lesen gelernt.

Wie bist du vom Klavier zu den Blasinstrumenten gekommen?

Der Vater von einem Schulfreund war Leiter vom Posaunenchor. Der fragte mich irgendwann, ob ich ein Instrument bei ihm lernen möchte. Dann habe ich zuerst das Flügelhorn spielen gelernt und später bin ich auf die Zugposaune (Hoch Bass) umgestiegen.

Das sind eine Menge Instrumente. Gab es da mal den Wunsch Berufsmusiker zu werden?

Musik ist generell etwas positives für mich. Beruflich wollte ich das aber nie machen. Es war und ist immer ein Hobby für mich. Ehrlicherweise muss ich auch zugeben, reicht es mir 1-2 x wöchentlich zu üben. Für mehr war ich zu faul. *lacht

Welche Musikrichtung liegt dir am meisten?

Ich persönlich mag Marschmusik, wie „Gruß an Kiel“, „Alte Dessauer“, „Radetzki Marsch“ usw.

Aber auch Swing mit BigBand, Hugo Strasser, Manfred Krug und Florian Fleischer begeistern mich.

Für wen spielst du am liebsten?

Für alle, die es hören wollen. Meistens spiele ich zu Gottesdiensten und Volksfesten auf den Dörfern. Da sind wir mit dem Posaunenchor gern gesehene Gäste. Das macht Freude.

Aber ganz besonders freue ich mich immer auf die „Posaunenfeste“. Da kommen dann ganz viele Posaunenchöre zusammen. Und wenn dort alle gemeinsam einen ordentlichen Choral blasen, ist das etwas unbeschreiblich Schönes. Ganz besonders imposant habe ich da eine Veranstaltung auf den Elbwiesen in Dresden vor den Augen. Bei dem Gedanken daran bekomme ich gleich wieder Gänsehaut.

Hast du ein Ritual vor/nach dem Spielen?

 Nach einem erfolgreichen Auftritt darf es gerne ein Bier in geselliger Runde geben. Denn Blasinstrument spielen macht durstig. Früher war Montag und Freitag nach dem Proben immer ein Tisch im Volkshaus reserviert für uns.

Was ist deiner Meinung nach hilfreich, wenn man ein Instrument erlernen möchte?

Meines Erachtens muss man Noten lesen können. Und für mich war das Klavier das richtige erste Instrument, weil ich dadurch den Bass- und Violinschlüssel erlernt habe. Das war für mich stets von Vorteil und hat mir das Spielen unterschiedlicher Stimmen und Instrumente ermöglicht.

Was wünschst du dir für deine musikalische Zukunft?

 Das die Luft noch lange reicht und die Mundmotorik passt, damit ich noch lange spielen kann.