Teaser Interview Herr Haugk

Musikalische Menschen & Orte: Interview mit Herr Haugk, Musiklehrer & Orchesterleiter

Der Markranstädter Kinderfestverein e.V. möchte diesen Anlass nutzen und sich bei Herrn Haugk für seine beruflichen und ehrenamtlichen Tätigkeiten zu danken!

Was war Ihr erster bewusster Kontakt mit Musik?

In unserer Familie wird seit Generationen Musik gemacht. Frühe Kindheitserinnerungen sind Familien- oder Heimatfeste, zu denen Musikkapellen oder Bands gespielt haben, was mich schon immer faszinierte. Mein Entschluss, selbst Musik zu machen, wurde vermutlich dabei geboren.

Was ist Ihr Lieblingsinstrument? (Warum?/Was ist das Besondere daran?)

Natürlich die Trompete. Dieses Instrument kündigte einst nicht ohne Grund Könige an. Sie kann zum einen fanfarenartig laut und zum anderen aber auch extrem gefühlvoll und zart klingen. Da sie hinsichtlich ihres Tonvorrats stark dem der menschlichen Stimme gleicht, ist sie ein grandioses Melodieinstrument.

Was hat Sie in Ihrer Laufbahn als Musiker bisher am meisten beeindruckt?

In jungen Jahren waren das vor allem die Virtuosen auf der Trompete, wie Ludwig Güttler oder Derek Watkins, welche ich um ihr Können beneide. In den letzten Jahren sind es eher die wunderbaren Gemeinschaftserlebnisse, die aus der ureigenen Kraft der Musik erwachsen. Wenn wir gemeinsam nach einem großen Konzert, in das alle viel Mühe und Kraft investiert haben, stolz auf der Bühne stehen, ist dies Glückseligkeit.

Was war Ihr lustigstes Erlebnis im Zusammenhang mit der Musik?

Da gab es viele. Wenn wir mit dem Musikverein beispielsweise zu traditionellen Maienstecken auf einem Kremser-Wagen unterwegs sind und eine witzige Geschichte die andere jagt, gehören diese Momente sicher dazu. Aber auch bei der alltäglichen Arbeit mit meinen Bläserklassen und dem Orchester Youth Brass gibt es neben konzentrierter Probenarbeit viel Spaß, Musik soll ja schließlich Freude bereiten – und das nicht nur dem Publikum.

Was würden Sie Leuten raten, die ein Instrument lernen wollen?

Ein pauschaler Ratschlag ist schwierig. Ich kann es nur empfehlen, weil Musik die Möglichkeit eröffnet, in eine andere Welt einzutauchen, den Alltag hinter sich zu lassen. Hinzu kommen viele schöne Stunden in der Gemeinschaft mit anderen. Wer im Kindes- oder Jugendalter beginnt, ein Instrument zu erlernen, hat die besten Aussichten – Fleiß vorausgesetzt – einmal gut oder sehr gut damit umzugehen. Ich kann also nur alle Eltern ermutigen, ihren Kindern diese Chance zu eröffnen. Das bedeutet nicht, dass man später nicht auch zu einem Instrument greifen kann, aber es wird einem nicht mehr so leicht von der Hand gehen.